Erziehung?
Weniger wichtig als das WAS wir tun, ist das WIE wir es tun!!
Als ich vor 9 Jahren erfuhr, dass Leon unterwegs zu mir war, stellte ich mir viele Fragen. Aus den Fragen wurden dann irgendwann Vorstellungen.
Eine der Vorstellung war, wie ich Leon erziehen würde. Als Pädagoginwar ist mir klar, was wichtig ist für eine gesunde Entwicklung einer Kindes. Also wurden meine Vorstellung wie ich Leon erziehen würde auch schnell klar.
Eine der Vorstellung war, wie ich Leon erziehen würde. Als Pädagogin
Fernsehen, Naschen, Verwöhnen, Grenzen, Regeln....alles mit ganz klaren Mengen.
Aber sobald du die "Antwort" hast, ändert das Leben die Frage.
Und so wurden aus den Vorstellungen, nach Leon`s Geburt, wieder ganz klare Fragen!
Wie ich ein "gesundes" Kind erziehe, begleite oder unterstütze habe ich in der Ausbildung mehr als gelernt. Und mir war immer klar, deine eigene wirst du trotzdem immer noch einmal ganz anders erziehen, als wie du es in den unterschiedlichsten Kita`s kennengelernt/gelebt hast.
Aber wie erziehe ich ein behindertes Kind?
Ist es überhaupt möglich ein behindertes Kind wie Leon zu erziehen?
Brauch dieses Kind überhaupt eine Erziehung?
Ist es überhaupt möglich ein behindertes Kind wie Leon zu erziehen?
Brauch dieses Kind überhaupt eine Erziehung?
Ein Kind was vielleicht nie mit mir sprechen wird?
Ein Kind was vielleicht nie ein typischen Trotzanfall haben wird?
Ein Kind was vielleicht nie laufen, krabbeln oder sitzen lernen wird?
Ein Kind was vielleicht nie Gefühle zeigen kann?
Als Leon noch klein war und am Leben nicht allzu viel teilnahm, sei es gehemmt durch die Epilepsie, seiner Kurzsichtigkeit oder seiner Wahrnehmungsstörung, war das Thema Erziehung zur Nebensache geworden. Was soll ich ihn erziehen, wenn andere Dinge viel mehr im Fokus standen?
Nämlich Leon`s Entwicklung!!!
Und heute???
Als Leon noch klein war und am Leben nicht allzu viel teilnahm, sei es gehemmt durch die Epilepsie, seiner Kurzsichtigkeit oder seiner Wahrnehmungsstörung, war das Thema Erziehung zur Nebensache geworden. Was soll ich ihn erziehen, wenn andere Dinge viel mehr im Fokus standen?
Nämlich Leon`s Entwicklung!!!
Und heute???
GANZ EHRLICH ICH KANN MIR SOWIE EUCH DIE FRAGE NACH 8 JAHREN IMMER NOCH NICHT RICHTIG BEANTWORTEN!
Ich bin mir sicher, dass es genau wie bei den Eltern der "gesunden" Kinder ist, die einen Kind erziehen ihr Kind so, die anderen so und wiederum die anderen wieder so...
Und trotzdem stelle ich mir berechtigt gerade heute wieder die Frage (nach 6 Wochen Sommerferien), ist es so richtig, wie ich Leon erziehe?
Man merkt langsam, dass der "normale" Alltag ganz und klar flöten gegangen ist. Leon testet. Leon ist frech. Leon glaubt ihm liegt die Welt zu Füßen...
Wenn ich mal so zurück an die letzten 6 Wochen denke, frage ich mich jedoch wer oder was ist eigentlich Erziehung und wozu brauche ich diese? *hihi*
Ne mal ehrlich in den Ferien/Urlaub findet, wie in anderen Familien auch, einfach ein ganz anderer Alltag statt.
Nach 2 Wochen Ferien oder einer Woche Urlaub haben wir auch immer schnell wieder in unseren "normalen" Trott gefunden!!
Wie es nach gemeinsamen 5 Wochen Ferien/Urlaub nun sein wird, bleibt unsere Herausforderung und wird sich erst nächste Woche zeigen??!!??
Fakt ist:
Leon ist Einzelkind.
Leon wird von einem Elternteil erzogen.
Leon bekommt viel zwischendurch geschenkt.
Leon hat auch die typischen Trotzanfälle.
Leon kann mittlerweile auch seine Gefühle ausdrücken.
Leon kann auch sprechen, aber anders.
Leon braucht auch eine Erziehung.
Und ja auch wenn ich die letzten 5 Wochen mit Leon zusammen, sehr genossen habe, (ganz ehrlich? Ich hatte am Anfang gedacht, das überleben wir BEIDE nicht) es wird Zeit dass der normale Alltag wieder los geht.
Für mich aber auch für Leon.
Und dann können wir auch wieder mit der Erziehung weiter machen. 😄
Mein Fazit:
Wenn ich gewollt hätte, hätte ich Leon auch in den Ferien so weiter erzogen, wie ich es in unserem Alltag mache. Aber ich wollt es nicht, weil ich mein Kind im Urlaub/Ferien genau so erziehe, wie in meinem Alltag auch- nämlich FREI AUS DEM BAUCH HERAUS.
Nicht immer Richtig, aber mit gutem Gewissen und Lerneffekt auf beiden Seiten.
Und ja es kann funktionieren. Und ja auch ein behindertes Kind wie Leon kann ganz klar unterscheiden zwischen Schulalltag, Ferienalltag, Kurzzeitpflegealltag, Ferienbetreuungsalltag, Krankenhausalltag und Wochenendalltag.
Und wenn mich jemand nach (pädagogischen) Erziehungstipps fragt, kann ich diese geben, aber niemals aufzwingen. Letztendlich liegt es an jedem selber, wie er sein "gesundes" oder "behindertes" Kind erzieht.
Ich bin mir sicher, dass es genau wie bei den Eltern der "gesunden" Kinder ist, die einen Kind erziehen ihr Kind so, die anderen so und wiederum die anderen wieder so...
Und trotzdem stelle ich mir berechtigt gerade heute wieder die Frage (nach 6 Wochen Sommerferien), ist es so richtig, wie ich Leon erziehe?
Man merkt langsam, dass der "normale" Alltag ganz und klar flöten gegangen ist. Leon testet. Leon ist frech. Leon glaubt ihm liegt die Welt zu Füßen...
Wenn ich mal so zurück an die letzten 6 Wochen denke, frage ich mich jedoch wer oder was ist eigentlich Erziehung und wozu brauche ich diese? *hihi*
Ne mal ehrlich in den Ferien/Urlaub findet, wie in anderen Familien auch, einfach ein ganz anderer Alltag statt.
Nach 2 Wochen Ferien oder einer Woche Urlaub haben wir auch immer schnell wieder in unseren "normalen" Trott gefunden!!
Wie es nach gemeinsamen 5 Wochen Ferien/Urlaub nun sein wird, bleibt unsere Herausforderung und wird sich erst nächste Woche zeigen??!!??
Fakt ist:
Leon ist Einzelkind.
Leon wird von einem Elternteil erzogen.
Leon bekommt viel zwischendurch geschenkt.
Leon hat auch die typischen Trotzanfälle.
Leon kann mittlerweile auch seine Gefühle ausdrücken.
Leon kann auch sprechen, aber anders.
Leon braucht auch eine Erziehung.
Und ja auch wenn ich die letzten 5 Wochen mit Leon zusammen, sehr genossen habe, (ganz ehrlich? Ich hatte am Anfang gedacht, das überleben wir BEIDE nicht) es wird Zeit dass der normale Alltag wieder los geht.
Für mich aber auch für Leon.
Und dann können wir auch wieder mit der Erziehung weiter machen. 😄
Mein Fazit:
Wenn ich gewollt hätte, hätte ich Leon auch in den Ferien so weiter erzogen, wie ich es in unserem Alltag mache. Aber ich wollt es nicht, weil ich mein Kind im Urlaub/Ferien genau so erziehe, wie in meinem Alltag auch- nämlich FREI AUS DEM BAUCH HERAUS.
Nicht immer Richtig, aber mit gutem Gewissen und Lerneffekt auf beiden Seiten.
Und ja es kann funktionieren. Und ja auch ein behindertes Kind wie Leon kann ganz klar unterscheiden zwischen Schulalltag, Ferienalltag, Kurzzeitpflegealltag, Ferienbetreuungsalltag, Krankenhausalltag und Wochenendalltag.
Und wenn mich jemand nach (pädagogischen) Erziehungstipps fragt, kann ich diese geben, aber niemals aufzwingen. Letztendlich liegt es an jedem selber, wie er sein "gesundes" oder "behindertes" Kind erzieht.
EURE SONNENSCHEINMAMA

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