LEER
"the most beautiful people we have known are those who have known defeat, known suffering, known struggle, known loss and found their way out of the depths.
These persons have an appreciation, a sensitivity and an understanding of life that fills them with compassion, gentleness and a deep loving concern."
"Schöne Menschen kommen nicht einfach so aus dem Nichts"
Nun überlege ich schon seit 40 Minuten, was die passende Überschrift für den neuen Blogpost sein kann und denke mir, fang doch einfach erst einmal an zu schreiben, meistens kommt es dann ja von selbst und wenn nicht, bleibt die Zeile einfach mal LEER.
Vor genau zwei Wochen, machten wir uns mal wieder auf den Weg in die Kinderklinik. So oft wir dieses Jahr im Urlaub waren, waren wir gefühlt auch dieses Jahr dort.
Eine geplante Operation stand an. Die Aufklärung dafür, sowie das Gespräch mit dem Narkosearzt hatten wir bereit ein paar Wochen vorher hinter uns gebracht und ich war erstaunlich ruhig und gelassen an dem Tag. Vielleicht war es das gute Gespräch mit den Ärzten im Vorwege, vielleicht war es aber auch einfach, zu wissen, wir sind hier in guten Händen und man ist vorbereitet auf seine Schwierigkeiten bei Narkose und Co.
Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so entspannt und gelassen in ein Krankenhaus fahren würde und mir nicht schon beim betreten des Krankenhaus, die Kehle zugeschnürt werden/würde.
Nach einer zehnminütigen Wartezeit, ja nur 10 MINUTEN, ging es schon auf Station. Kurzes Gespräch mit der Ärztin, Schlummisaft und keine weiteren 30 Minuten später ging der Weg schon zum OP Saal. Und ich immer noch völlig entspannt. Ein kleines Küsschen an den Kämpfer und ich wusste, er macht dass schon. Ist ja unser LEOn.
Die ganze OP sollte ca. höhstens eine Stunde dauern. Die Uhr zeigte 12 Uhr. Nach einem kurzem Gang zur Krankenhauskantine-Nervennahrung holen, setzte ich mich um kurz vor 13 Uhr auch schon in den Wartebereich vor dem OP.
Immer noch völlig gelassen, blätterte ich erst in den Zeitschriften und dann in meinem Buch. Gegen halb zwei wurde ich dass erste Mal dann doch ein wenig nervös. Ärzte kamen aus den OP gingen wieder rein und es herrschte eine gewisse Unruhe. Okay, dachte ich mir, na klar wird es ein wenig länger dauern, wegen der schwierigen Narkose bei Leon. Andere Eltern kamen, setzten sich und wurden wieder aufgerufen um zum Aufwachraum zu kommen. Gegen 14 Uhr wurde ich noch unruhiger. Was ist wenn?? NEIN NEIN NEIN dachte ich, NICHT drüber nachdenken. Weiter Lesen!! Ablenken. Eine Begegnung mit einem Kind aus Leons Schule und seiner Mama, lenkte mich dann noch einmal für 10 Minuten ab. Zwischen Blick auf die Uhr, dem Buch und dem immer wiederkehrendem Erschrecken, wenn die Durchsage, der Schwestern kam, um Eltern zum Aufwachraum zu bitten, machte sich doch langsam eine enorme Unruhe und Bedenken breit.
Um kurz nach 15 Uhr, 3 Stunden später, wurde auch ich endlich zum Aufwachraum gebeten.
Da lag er nun mein kleiner Muckel. Noch friedlich am schlummern. Der Narkosearzt stand schon daneben. Nach einem kurzem Gespräch, dass die Narkose natürlich wieder ein wenig schwieriger war, aber alles gut geklappt hatte, fiel mir dann auch endlich ein Stein von Herzen.
Nach 10 Minuten kam die operierende Ärztin und wurf einen ganten Sack voller Steine wieder herauf.
Die Operation hatte so lange gedauert, weil Leon doch aus mehreren Arterien, Blutungen hatte und es ein wenig dauerte, diese zu stillen. Sie hatten zwischenzeitlich auch überlegt, die Operation abzubrechen, aber aufgrund der schwierigen Narkose, dann doch weiter gemacht. Seine Gerinnung sollte aber auf jeden Fall noch einmal überprüft werden. Den Rest des Tages, hat Leon dann auf Station verschlafen gehabt und am nächsten Tag ging es dann auch mit eins A Gerinnungswerten nach Hause. Dank seiner super Wundheilung ging es dann auch am Dienstag schon wieder zur Schule.
Ich dachte mir nur:
OKAY, DANKE dass reicht dann auch wieder für dieses Jahr.
Hast du dir wohl so gedacht. Eine Woche später nach der ganzen Aufregung, ging es erneut ins Krankenhaus. EEG Termin stand an. Mit einem zuckendem Kind am Morgen und keine 400 Meter von zu Hause entfernt, kam der erste Anfall schon, los. Ich dachte, dass war es. Meistens kommt nur einer und dann ist alles raus. Mit einem ganz komischen Gefühl im Bauch fuhren wir, aber los. Auf der Schnellstraße entscheid ich mich, heute mal NICHT die Autobahn zu nehmen.
RICHITGE ENTSCHEIDUNG. Leon zuckte weiter, weinte und zehn Minuten vor der Ankunft, kam dann der richtig große Knall. Gott sei dank in einer Einbahnstraße und 30er Zone.
Beide völlig schweißgebadet ging es dann zum EEG, mit der großen Hoffnung, dass er dieses Mal einschlafen würde. Pustekuchen.
Beim anschließendem Gespräch mit dem Arzt, dann aber die Überraschung, am Anfang des EEG`s klare Anfallsaktivitäten zu sehen. Aber kein Wunder nach dem Anfall.
Nach einem angenehmen Gespräch, wie wir weiter verfahren und KEINE zusätzliche Untersuchungen und Blutabnahme bei Leon, ging es doch ein wenig nachdenklich und völlig kaputt nach Hause.
Bei dem einen Medikament ist die volle Dosis ausgereizt, beim anderen haben wir noch "Spielraum"
Also einmal hochsetzten. Dass das Hochsetzen von Medikamenten wie dieses, natürlich bestimmte Nebenwirkungen haben kann, ist klar.
Mit der Entscheidung das Medikament hoch zu dosieren, die für mich sonst immer so klar, fing ich das erste Mal doch gewaltig zu zweifeln an.
Und wieder einmal entscheide NUR ICH GANZ ALLEINE! Ob es richtig oder falsch ist!!!???
EURE SONNENSCHEINMAMA



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